2019-09-02_Cowboys vs Dukes - Ingolstadt Dukes

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02. September 2019     Ärgerliche Niederlage in München

Eine Woche nach dem sicheren 28:11-Sieg über die Munich Cowboys haben sich die Dukes im Rückspiel nicht gerade clever angestellt und sich mit 17:24 eine ärgerliche und vermeidbare Niederlage eingehandelt. Die Cowboys haben sich damit den Klassenerhalt in letzter Sekunde gesichert, die Dukes können jetzt nur noch darauf hoffen, noch die beste bayerische Mannschaft zu werden.
Dazu ist am kommenden Samstag (18.30 Uhr im ESV-Stadion) aber noch ein Sieg über die Stuttgart Scorpions nötig. Dabei hätte das auch ein glänzendes Finale um den letzten Play-off-Platz werden können. Denn im Falle eines erneuten Sieges über die Cowboys wären die Dukes sogar noch auf Platz vier in der Tabelle gesprungen – vorausgesetzt, sie hätten gegen die Scorpions mit mindestens acht Punkten Unterschied gewonnen.
Aber schon die erste Szene am Samstag zeigte, dass die Dukes offenbar nicht so ganz bei der Sache waren. Nach dem Kickoff der Münchner hätten sie eigentlich den ersten Angriff starten können, doch Anthony Mella wollte mit dem Ball laufen und verlor diesen prompt, so dass die Münchner in bester Ausgangsposition das Angriffsrecht erhielten. Und prompt nutzten sie das sofort aus und gingen durch Kai Silbermann in Führung. Schon nach dem Hinspiel hatte Headcoach Eugen Haaf angemahnt, dass sein Team in München solche Geschenke nicht verteilen dürfe, um ein bitteres Ende zu verhindern. Doch zu Herzen genommen hatten sich seine Spieler diese Warnung offenbar nicht.
Die Münchner wirkten auch in der Folge deutlich entschlossener, so dass kaum brauchbare Angriffe der Dukes zu sehen waren. Die rund 60 Ingolstädter Fans unter den knapp 1900 Zuschauern feuerten ihr Team zwar weiter lautstark an, doch auf dem Feld passierte herzlich wenig. Die Dukes spielten kaum einmal ein First Down heraus, gefährliche Aktionen vermisste man weitgehend. So reichte es bis zur Halbzeitpause gerade noch zu einem Fieldgoal durch den erneut sehr sicheren Pascal Crede. Da auch die Münchner vieles schuldig blieben, kamen auch sie vor der Halbzeit nur noch zu einem Fieldgoal von Robert Werner.
Die Dukes wechselten Jakob Sisson zur Pause gegen den glücklosen Cory Benedetto ein, und dem gelang auch kurz darauf ein Touchdown zum Ausgleich. Die Münchner waren geschockt weil sie befürchten mussten, dass sich das Spiel doch noch drehen könnte. Doch die Dukes ließen wenig später Elliot Jeffcoat fast über das gesamt Feld bis in die Endzone laufen. Den aus der zweiten Mannschaft hochgeholten US-Boy hatten die Dukes schon im Hinspiel kaum in den Griff bekommen.
Dann kam die große Stunde für Kicker Robert Werner, der früher als Fußballer in der 2. Mannschaft von Energie Cottbus aktiv war. Er versuchte es mit einem Onside Kick, der auch gelang, wegen eines Fehlstarts aber zurückgepfiffen wurde. Die Dukes sollten gewarnt sein, doch tatenlos sahen sie zu, wie Werner den schwierigen und in den meisten Fällen auch erfolglosen Kick wiederholte. Und erneut sicherten sich die Cowboys den Ball und holten damit das Angriffsrecht zurück.
Werner setzte dann aber noch einen drauf, denn als sein Team bei einem vierten Versuch vor der Ingolstädter Endzone stand, rechneten alle mit einem Fieldgoalversuch des Kickers, doch der warf den Ball locker in die Endzone, wo Markus Schlabitz den Ball ungehindert fangen konnte.  Sisson brachte die Dukes durch seinen zweiten Touchdown auf sieben Punkte heran. 1:52 Minuten vor dem Ende war zumindest das Unentschieden noch in Reichweite. Dreimal passte Sisson auf Niklas Schumm, sonst einen der sichersten Passempfänger. Doch der ließ zweimal den Ball fallen, bei dritten Mal leistete er sich ein Foul an seinem Gegenspieler. Damit war der Ballbesitz wieder weg, und es waren nur noch 52 Sekunden zu spielen. Die Cowboys ließen die Zeit herunterlaufen und feierten danach ausgiebig den Klassenerhalt.

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