2019-06-11_Sieg gegen die Comets knapp verpasst - Ingolstadt Dukes

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11. Juni 2019     Dukes warten weiter auf ersten Sieg

Auch im Kellerduell bei den bisher ebenfalls noch punktlosen Allgäu Comets gingen die Dukes am Pfingstsonntag leer. Dabei fehlte am Ende nur drei Punkte zum ersten Saisonsieg. Vor den beiden extrem schwierigen Auswärtsspielen in Frankfurt und Schwäbisch Hall ist die Lage ernst, aber ein paar Lichtblicke gab es in Kempten dennoch, so dass jetzt alle Hoffnungen auf der Rückrunde liegen.

„Das ist eine ganz schwierige Situation, weil den allermeisten Spielern bei uns die GFL-Erfahrung fehlt und sie nicht so abgezockt sind, dass sie damit umgehen können“, zeigt sich auch Headcoach Eugen Haaf besorgt. Dennoch hat er die Saison noch längst nicht abgehakt und macht seiner Truppe Mut.

„Egal wie das heute gelaufen ist, so bin ich doch stolz auf die Jungs, weil jeder bis zuletzt alles gegeben und bis zur letzten Sekunde gefightet hat. Das muss man der Mannschaft auch mal zugutehalten. Auf jeden Fall lässt mich dieser Auftritt zuversichtlich in die Rückrunde schauen.“

In der Tat lief es – allerdings auch gegen keinen übermächtigen Gegner – schon deutlich besser als zuletzt und hätte man die Extrakicks oder Fieldgoal-Versuche nutzen können, so wären die Dukes die Rote Laterne los gewesen. Schon nach vier Minuten lag die Führung in der Luft, doch aus 47 Yards konnte der Fieldgoal-Versuch nicht genutzt werden. So kam es, wie es kommen musste, denn schon wenig später besorgte Lennies McFarren die Führung für die Kemptener, die auch ihren Extrakick
durch Marcel Schade verwerteten. Weil dies den Dukes kurz darauf nach einem Touchdown von Philipp Ponader nicht gelang, lagen sie nach dem ersten Viertel knapp mit 6:7 hinten. Im zweiten Quarter schien dann die Führung der Dukes perfekt als Anthony Mella einen weiten Pass des neuen und durchaus überzeugenden Quarterback Cory Benedetto in der Endzone fangen konnte. Doch die Schiedsrichter erkannten den Touchdown nicht an, weil Mella möglicherweise beim Fangen des Balls
schon außerhalb des Feldes war. Die Videoaufzeichnungen konnten dies weder beweisen noch widerlegen. Ansonsten tat sich in diesem Durchgang nicht mehr allzu viel, so dass es mit dem 7:6 in die Halbzeitpause ging.

Dann kam das, was man als Dukes-Fan schon öfter erlebt hatte: Die Dukes verschliefen den Auftakt im dritten Viertel und schienen nach den Touchdowns von Malcolm Washington und McFerren beim Stand von 21:6 schon klar auf der Verliererstraße. Doch dann kam die große Zeit von Anthony Mella, der mit seinen zwei Touchdowns die Dukes wieder ins Spiel brachte. Nach den misslungenen Kicks im ersten Viertel versuchten die Dukes mit Two-Point-Conversions, die aber ebenfalls nichts einbrachten. Beim Stande von 21:18 war aber noch alles drin, doch schon spielten die Nerven den Dukes wieder einen Streich. Nur kurz nach ihrem dritten Touchdown tat sich in der Mitte eine riesige Lücke auf, die Matthias Schäffeler zu einem Lauf über das halbe Spielfeld nutzte.

Doch die Dukes ließen sich nicht entmutigen und schlugen noch einmal zurück. Jakob Wenzel schaffte es in die Endzone und nutzte dieses Mal auch die Two-Point-Conversion, so dass die Dukes wieder auf 26:28 heran waren und nun nur noch ein Fieldgoal zum Sieg benötigt hätten. Bei vier Minuten Restspielzeit keine ausweglose Situation, zumal sie dann auch den Angriffsversuch der Gastgeber stoppen konnten. Aber in den letzten Sekunden verteidigten die Kemptener den knappen Vorsprung mit großem Einsatz und sicherten damit ihren ersten Saisonsieg.

Für die Dukes steht nun am Samstag das schwere Auswärtsspiel bei den Frankfurt Universe an, gegen die man schon das Heimspiel mit 13:37 verloren hat.
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