2019-06-03_Marburg ist nicht zu knacken - Ingolstadt Dukes

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03. Juni 2019     Es wird noch wesentlich schlimmer

Der Sprung auf Platz fünf war vor der Partie möglich, doch nach der 14:43-Pleite bei den Marburg Mercenaries stehen die Dukes am Tabellenende. Und ein Ende der Talfahrt ist nicht in Sicht, was Headcoach Eugen Haaf zu einer düsteren Prognose bewegt: : „Es wird erst noch wesentlich schlimmer, bevor es nur annähernd besser wird.“

Denn auch die nächsten Partien haben es in sich. Zwar geht es am Sonntag zu den Allgäu Comets nach Kempten, die ebenfalls noch keinen Pluspunkt auf ihrem Konto haben. Doch macht die Leistung vom vergangenen Wochenende wenig Hoffnung auf Besserung. Noch dazu, weil sich die Anzahl der angeschlagenen Spieler  weiter vergrößert hat, denn in Marburg mussten mit Justin Shirk und Mira Bartos zwei weitere Stützen der Mannschaft vorzeitig raus.

Danach stehen mit Frankfurt und Schwäbisch Hall die nächsten Kracher auf dem Papier, so dass die Rote Laterne noch lange in Ingolstadt leuchten könnte. Gerade einmal 30 einsatzfähige Spieler standen den Trainern in Marburg zur Verfügung, was auch daran lag, dass etliche Spieler aus beruflichen Gründen absagen mussten, um wegen des späten Beginns am Sonntagnachmittag  am Montagfrüh wieder ihrer geordneten Arbeit nachgehen zu können.

Dennoch begann es bei brütender Hitze nicht schlecht für die Dukes, denn einen tollen Pass des Backup-Quarterbacks Cedric Townsend über mehr als 40 Yards fing Niklas Schumm trotz großer Bedrängnis sicher herunter und verschaffte den Dukes damit eine gute Ausgangsposition. Doch wie schon in den letzten Spielen fiel den Dukes in der Red Zone wenig ein, um den Gegner vor Probleme zu stellen. So auch in dieser Situation – und dann kam es so, wie es kommen musste. Mit drei tollen Pässen setzte Marburgs Quarterback Jakeb Sullivan seinen Receiver Henrik Schwarz in Szene, der die Bälle kaum bedrängt fangen und damit schon vorzeitig die Weichen auf Sieg stellen konnte.

Weil auch noch Luke Wildung einen Touchdown beisteuerte und sich die Dukes den Luxus eines Safetys leisteten, lagen die Gastgeber  zur Halbzeit 30:7 vorne. Also doch auch ein Touchdown der Dukes? Na ja, das war eher ein Geschenk der Gastgeber zum zwischenzeitlichen 7:7, denn Sullivan rutschte der Ball beim Versuch eines Passes in der eigenen Endzone aus der Hand und Markus Stark konnte den Ball sichern.

Das war´s dann aber schon für die Dukes, die sich ihrem Schicksal mehr oder weniger kampflos ergaben. Natürlich setzten sich alle bis zum Schluss ein, aber das war an diesem Tag einfach zu wenig. „Wenn du nur 30 Spieler zur Verfügung hast, dann macht sich das bei dieser Hitze schnell bemerkbar. Ich kann meinen Spielern jedenfalls keinen Vorwurf machen“, nahm Haaf seine Akteure in Schutz. Was aber nichts daran änderte, dass unterm Strich einfach zu wenig rauskam. Zwar gelang Philipp Ponader kurz vor Schluss noch ein Touchdown, doch da hatten die Gastgeber die Partie längst abgehakt, zumal  zwischendurch Triston McCathern das Ergebnis mit zwei weiteren Touchdowns bereits auf 43:7 geschraubt hatte.

Nun kommt es am Sonntag (15 Uhr) in Kempten zum Kellerduell bei den bisher ebenfalls noch punktlosen Comets.
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